Objektiv-Update Juni 2020 – Nikon & Fuji

Nikon hat sein Portfolio für das Z-Mount deutlich ausgebaut. Neben der Z50 mit APS-Sensor gibt es hier insgesamt 7 weitere Objektive von Nikon selbst sowie inzwischen auch von Samyang. Währenddessen hat Fuji in den letzten Monaten gleich mehrere neue Kameras der X-Serie sowie ein neues Objektiv vorgestellt.

Nikon Z-Mount

Nikon

Von Nikon gibt es inzwischen fünf weitere Objektive für das Z-Mount:

  • Nikkor Z 20mm 1:1,8 S (Nikon) – 1.249 €
  • Nikkor Z 24-200mm 1:4-6,3 VR (Nikon) – 999 €
  • Nikkor Z 70-200m 1:2,8 VR S (Nikon) – 2.799 €
  • Nikkor Z DX 16-50mm 1:3,5-6,3 VR (Nikon) – 359 €
  • Nikkor Z DX 50-250mm 1:4,5-6,3 VR (Nikon) – 409 €

Das Nikkor Z 20mm 1:1,8 S-Line-Objektiv schließt die Lücke im Ultraweitwinkelbereich und hat mit einer Offenblende von f/1.8 auch für Nachtaufnahmen genug Reserven.

Das neue Reisezoom Nikkor Z 24-200mm 1:4-6,3 ist mit 570g und 114mm Länge vergleichsweise kompakt. Es verfügt über eine wasser- und schmutzabweisend vergütete Frontlinse, einen Zoom-Lock sowie eine integrierte Bildstabilisierung.

Die ditte Neuvorstellung ist das lang erwartete Nikkor Z 70-200m 1:2,8, das mit einer durchgängigen Offenblende von f/2.8, zwei frei belegbaren Funktionstasten sowie einem integrierten OLED-Display aufwartet. Mit dem integrierten Display können wichtige Einstellungen wie Blende, Brennweite oder Schärfentiefe direkt am Objektiv angezeigt werden.

Alle drei Objektive sind gegen Staub und Spritzwasser abgedichtet.

Mit der bereits vor längerer Zeit vorgestellten Nikon Z50 mit APS-C-Sensor will Nikon sein System auch für Einsteiger attraktiv machen, die nicht direkt in eine Vollformat-Ausrüstung investieren wollen. Passend dazu gibt es zwei für den kleineren APS-C-Sensor gerechnete Objektive: Das Nikkor Z DX 16-50mm 1:3,5-6,3 VR als Kit-Objektiv sowie das günstige Telezoom Nikkor Z DX 50-250mm 1:4,5-6,3 VR. Da die Z50 unter anderem auf den integrierten Bildstabilisator der Z6 und Z7 verzichten muss, verfügen beide Objektive über eine Bildstabilisierung. Ersichtlich aus dem Zusatz „DX“ sind sie nur für das APS-C-Format geeignet und können zur Zeit also nur an der Z50 genutzt werden. Umgekehrt passen alle Nikon Z Vollformat-Objektive uneingeschränkt an APS-C-Kameras wie die Z50.

Aus der Gerüchteküche ist außerdem zu vernehmen, das Tamron seine Objektivlinie für spiegellose Vollformat-Kameras künftig auch für Nikon anbieten will. Weiterhin könnte noch im Juli die Nikon Z5 vorgestellt werden, eine Einsteiger-Vollformatkamera unterhalb der aktuellen Z6. Auch eine Z8 als Pendant zur Canon EOS R5 sei in Entwicklung, die gegen Ende das Jahres erscheinen soll.

Samyang

Samyang steigt zunächst mit zwei Objektiven in das Nikon Z System ein:

Da Nikon wie auch Canon seine Protokolle unter Verschluss hält, handelt es sich um komplett manuelle Objektive ohne elektrische Kontakte, so dass auch keine EXIF-Daten übermittelt werden.

Alle neuen Objektive für das Nikon Z-Mount im Überblick:

HerstellerHersteller /
Bezeichnung
SensorBrennweiteBlendeFokusStabilisierungGröße /
Gewicht
VerfügbarPreis
NikonNikon
Nikkor Z 20mm 1:1,8 S
Vollformat20mm1.8AFnein 109mm
85mm
505g
bereits verfügbarUVP 1.249,00 €
NikonNikon
Nikkor Z DX 16-50mm 1:3,5-6,3 VR
APS-C16-50mm3.5-6.3AFIS 30mm
70mm
135g
bereits verfügbarUVP 359,00 €
NikonNikon
Nikkor Z 24-200mm 1:4-6,3 VR
Vollformat24-200mm4.0-6.3AFIS 114mm
77mm
570g
bereits verfügbarUVP 999,00 €
NikonNikon
Nikkor Z DX 50-250mm 1:4,5-6,3 VR
APS-C50-250mm4.5-6.3AFIS 110mm
74mm
405g
bereits verfügbarUVP 409,00 €
NikonNikon
Nikkor Z 70-200mm 1:2,8 VR S
Vollformat70-200mm2.8AFIS 220mm
89mm
1.440g
bereits verfügbarUVP 2.799,00 €
SamyangSamyang
MF 14mm F2.8 Z
Vollformat14mm2.8 MFnein 124mm
87mm
810g
bereits verfügbar
SamyangSamyang
MF 85mm F1.4 Z
Vollformat85mm1.4 MFnein 103mm
78mm
740g
bereits verfügbar

Zu den Nikon Z Objektiven

Fuji X-Mount

Fuji X-T4
Fuji X-T4
Bild: Fujifilm / www.fujifilm.eu

Fuji hat in den letzten Monaten vor allem mit einer Reihe neuer Kameras für das Fuji X System von sich Reden gemacht. Zunächst folgte auf die X100F die X100V mit APS-C-Sensor und fest verbauter 23mm-Festbrennweite. Weiter geht es mit dem Nachfolger der X-A5, der X-A7. Als Einsteigermodell in die X-Serie mit Wechselobjektiven verzichtet die X-A7 auf einen Sucher. Die X-T200 löst die X-T100 ab und verfügt wie auch die X-A7 über einen 24MP-Sensor. Schließlich wurde auch die X-Pro3 vorgestellt sowie das neue Flaggschiff, die Fujifilm X-T4 mit 26MP-Sensor. Die X-T4 verfügt gegenüber der X-T3 unter anderem über eine Sensorstabilisierung, einen verbesserten Autofokus, ein höher auflösendes Display und einen größeren Akku.

Auf der Objektivseite gab es hingegen weniger Zuwachs. Hier ist eine 35mm-Festbrennweite der XC-Serie hinzugekommen:

  • Fujinon XC35mm F2 – 199 €

Das Fujinon XC35mm F2 ist bereits seit Ende Februar erhältlich und eine günstige Alternative zum knapp doppelt so teuren 35mm f/2.0 XF-Objektiv. Dafür muss man auf den Blendenring und den Wasser-/Staubschutz verzichten.

HerstellerHersteller /
Bezeichnung
SensorBrennweiteBlendeFokusStabilisierungGröße /
Gewicht
VerfügbarPreis
FujiFuji
XC 35mm F2
APS-C35mm2.0AFnein 47mm
58mm
130g
bereits verfügbarUVP 199,00 €

Zu den Fuji X Objektiven

In einem Interview mit dpreview hat Fuji angekündigt, seine Objektiv-Spezifikationen auch für andere Hersteller öffnen zu wollen. Den Anfang macht Tokina, die bis zum Jahresende 3 Objektive für das Fuji X-Mount vorstellen wollen.

Im Übrigen gehört Fuji zu den Kameraherstellern, die noch in der Gewinnzone sind, auch wenn die Corona-Krise Spuren in der Bilanz hinterlässt. Bei umgerechnet 2,3 Mrd. € Umsatz standen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 umgerechnet 207 Mio. € Gewinn zu Buche. Das entspricht einem Rückgang um etwa 50% im Vergleich zum Vorjahr.

Olympus

Nicht so gut läuft es bei Olympus. Der vor allem im Micro-Four-Thirds-Segement aktive Hersteller hat sich für einen Verkauf der Kamerasparte an einen japanischen Finanzinvestor entschieden. Genaue Details der Vereinbarung sind nicht bekannt, allerdings wurde eine Reihe neuer MFT-Objektive für die zweite Jahreshälfte angekündigt. Wie es mittelfristig mit dem MFT-System weitergeht wird sich zeigen müssen.

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