Fuji, oder genauer Fujifilm, wurde bereits 1934 gegründet und beschäftigt sich seit dem im weitesten Sinne mit Fotografie, Film, Druck und Bildverarbeitung. Den meisten bekannt sein dürften das Fuji-Filmmaterial für analoge Kameras, das in reduziertem Umfang auch heute noch hergestellt wird.

Im Digitalkamera-Markt hat sich Fuji ebenfalls früh engagiert. Die erste Fuji-Finepix-Kompaktkamera wurde 1998 vorgestellt. Im selben Jahr wurde auch die erste digitale Fuji-Spiegelreflex-Kamera für Nikons F-Objektive eingeführt.

Spiegellose Kameras der Fuji X-Serie

2010 stellte Fuji seine X-Serie vor für anspruchvolle Hobby- und professionelle Fotografen vor. In der X-Serie bietet Fuji sowohl Kompaktkameras mit fest verbautem Objektiv als auch spiegellose Kameras mit Wechselobjektiven an. Wie bereits bei den Spiegelreflex-Kameras kommen auch hier Sensoren in APS-C-Größe zum Einsatz. Eine Ausnahme bildern lediglich die Kompaktkameras mit fest verbautem Zoom-Objektiv, in denen ein 2/3″-Sensor verbaut ist.
Ein spezielles Merkmal der Fuji-Kameras ist ihr an Kameras aus früheren Tagen angelehntes Design und Bedienkonzept. Das spiegelt sich nicht nur in den schwarz-silbernen Kamerabodies, sondern auch im Blendenring am Objektiv und der Einstellung für Belichtungszeit und -korrektur mittels eigenen Einstellrädern an der Oberseite der Kamera wider.

Fuji X-T30

Fuji X-T30    (Bild: Fujifilm / www.fujifilm.eu)

Die Wechselobjektive der X-Serie setzen auf das neue Fuji X-Bajonett mit einem Auflagemaß von 17,7mm und einem Innendurchmesser von 44mm. Da Fuji keine Vollformat-Kameras anbietet, sind alle X-Mount-Objektive für die APS-C-Sensorgröße entwickelt. Neben Fuji bieten unter anderem auch Zeiss und Samyang Objektive für das X-Mount an. Ein Überblick über die Fuji-eigenen Objektive der X-Serie findet sich in der Fuji X-Mount Objektiv-Roadmap. Durch die Konzentration auf APS-C finden sich im Fuji-System hochwertige, aber dennoch leichte (und bezahlbare) Objektive für alle wichtigen Anwendungen, was ein deutlicher Vorteil gegenüber den spiegellosen Systemen von Sony, Canon und Nikon ist.

Objektive für Fuji X-Mount

Spiegellose Mittelformat-Kameras – die Fuji G-Serie

Neben DSLMs mit APS-C-Sensor bietet Fuji Mittelformat-Kameras für professionelle Anwendungen mit einem Sensor in der Größe 43,8mm x 32,9mm an. Die Sensordiagonale ist damit etwa 25%, die Sensorfläche knapp 70% größer als beim Kleinbildformat. Für diese Kameras sieht Fuji das spezielle G-Bajonett mit den entsprechenden Objektiven vor.

XC-, XF- und „Red badge“-Objektive

Fuji bietet die meisten X-Objektive unter der Bezeichnung XF an. Diese zeichnen sich durch eine hochwertige Verarbeitung, eine Metallkonstruktion und integrierte Bedienelemente wie Blendenring und Schalter für zusätzliche Funktionen aus. Die XC-Objektive sind die günstigere Variante mit höherem Plastikanteil in der Konstruktion und verzichten auf den Blendenring sowie die Schalter.
„Red badge“: Einige der XF-Objektive zeigen den XF-Schriftzug auf rotem Grund. Ähnlich wie die G-Master-Objektive von Sony zeichnet das rote Logo qualitativ besonders hochwertige und lichtstarke Objektive aus. Derzeit verfügen 4 Fuji-Zoomobjektive über dieses Siegel.

Weitere Kürzel in den Objektivbezeichnungen sind:

  • R: Blendenring
  • LM: Linearmotor für die Fokussierung
  • OIS: Integrierte Bildstabilisierung
  • EBC: Electron Beam Coating, ein besonderes Vergütungsverfahren



Titelbild: Fujifilm / www.fujifilm.eu

Zuletzt aktualisiert am 03.08.2019